IBEB gGmbH
Wilhelmstraße 28B
13593 Berlin
Telefon: 030/ 200 965 000
Fax: 030/ 200 965 029
E-Mail: info@ibeb-berlin.de
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Den in unserer letzten Perspektive aufgezeigten Weg des Ausbaus unseres Bildungsangebotes beschreiten wir noch immer. Dies spiegelt sich auch in den Betreuungszahlen wider, denn mittlerweile besuchen über 1.450 Kinder und Jugendliche die sieben Kindertagesstätten und die vier Schulen der IBEB. Die damit verbundene konstant hohe Nachfrage nach guten Bildungsplätzen bestärkt uns darin, diesen Weg weiter zu beschreiten.
Parallel dazu ist die Digitalisierungsoffensive in unseren Einrichtungen weitestgehend abgeschlossen. Interaktive Displaytafeln in allen Klassen, Glasfaserkabel, Fortbildungen für unsere Mitarbeitenden oder das gut ausgebaute WLAN-Netz sind einige der Maßnahmen, durch die wir es geschafft haben, die Lehre zu digitalisieren und die Auszeichnung „Digitale Schule“ verliehen zu bekommen. Darüber hinaus sind wir weiterhin auf der Suche nach neuen Möglichkeiten des Lernens und Lehrens. So gibt es erste Überlegungen, neben dem seit neuestem angebotenen Technikunterricht mit fernsteuerbaren Geräten wie Drohnen oder den AGs „I Robot“ und „Selbstständiges Experimentieren“ auch Metaverse-Klassen und einen Meta-Campus im Metaversum aufzubauen.
Wir sehen das Metaversum als unseren zukünftigen Begleiter bei der Fortentwicklung unseres Betreuungs- und Lehrkonzeptes. Denn die virtuelle Realität (VR) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und stellt eine innovative Technologie dar, die eine alternative digitale Welt ermöglicht. Mit dem Aufkommen des Metaversums, einem erweiterten virtuellen Raum, der von verschiedenen Benutzern gemeinsam genutzt werden kann, eröffnen sich auch für die Bildung neue Möglichkeiten. Durch VR können Lernende in virtuelle Umgebungen eintauchen und interaktive Erfahrungen sammeln, die in der realen Welt sonst nur schwer zu erreichen wären. Beispielsweise können sie historische Ereignisse wie die deutsche Wiedervereinigung oder auch Persönlichkeiten wie Albert Einstein hautnah erleben.
Das Metaversum erweitert diese Möglichkeiten, indem es den Austausch und die Zusammenarbeit von Lernenden und Lehrenden in einer gemeinsamen virtuellen Welt ermöglicht. In diesem Metaversum können auch virtuelle Bildungseinrichtungen entstehen, welche den Lernenden unabhängig von ihrem geografischen Standort den Zugang zu hochwertiger Bildung erleichtern. Durch die Integration von VR-Technologie können virtuelle Klassenräume geschaffen werden, in denen Lehrkräfte auf innovative Weise Unterrichtsmaterialien präsentieren und die Schülerschaft aktiv in den Lernprozess einbinden.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen bei der Integration von virtueller Realität und dem Metaversum in die Bildung. Die Technologie muss erschwinglich, datenschutzkonform, demokratisch und für verschiedene Altersgruppen geeignet sein. Die Entwicklung von qualitativ hochwertigen pädagogischen Inhalten und Lehrplänen für virtuelle Umgebungen erfordert ebenfalls Ressourcen und Expertise.
Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass virtuelle Realitäten und das Metaversum das Potenzial haben, die Bildung zu revolutionieren. Sie eröffnen neue Wege des Lernens, fördern die Zusammenarbeit und ermöglichen immersive Erfahrungen. Die Schaffung eines solchen Meta-Campus ist zwar noch eine Zukunftsvision, der wir uns aber in den kommenden Jahren mit Neugier und Technologieoffenheit widmen werden.
Aber auch abseits des Metaversums ist unser Planet globalisiert. Um als Individuum damit umgehen zu können, ist es wichtig, angemessen auf die Lebensrealitäten vorbereitet zu werden. Darum ist es unsere Aufgabe, Bildung nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu vermitteln, sie also „zu leben“. Dieser Ansatz spiegelt sich beispielsweise in unserer im letzten Jahr gegründeten Schulband Oblivion wider. Sie erhält mittlerweile eine Projektförderung vom Berliner Senat und auch Honorare für ihre deutschlandweiten Auftritte. Die Bandmitglieder, bestehend aus unseren SchülerInnen, sammeln praktische Erfahrungen im Musikbereich und können diese Erlebnisse ins spätere Hochschulstudium bzw. Berufsleben mitnehmen. Wer es etwas ruhiger mag, kann in unserer Kammermusik, sowohl im Einzel- als auch im Gruppenunterricht, in die Welt der Instrumentalmusik eintauchen und bei einem der zahlreichen Events auftreten, die wir als Träger oder die unsere Einrichtungen ausrichten. Dazu gehören neben dem großen Campus-Sommerfest auch das Nachbarschaftsfest, der Neujahrsempfang, Abendgalas oder der Tag der offenen Tür.
Als weitere Komponente finden regelmäßig schulübergreifende Schüler-Schachturniere für Groß und Klein, für AnfängerInnen und für Fortgeschrittene statt. Daran nehmen Kinder und Jugendliche sowohl aus Berliner als auch aus Brandenburger Schulen teil. Zu diesem Berlin-Brandenburger Austausch kommen unsere internationalen Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen aus Ecuador und Frankreich hinzu. Diese langfristig angelegten Kooperationen wurden ebenfalls neu aufgesetzt und haben zu einem regen Austausch geführt. Dazu gehören gegenseitige Besuche und auch regelmäßige Schüleraustauschprogramme mit Schulen in beiden Ländern.
Zu der abgeschlossenen Digitalisierungsoffensive kommt der nach wie vor andauernde und langfristig angelegte Ausbau unserer Einrichtungen hinzu. Der nächste große Schritt besteht in der Eröffnung der achten von IBEB betriebenen Kita im Hellersdorfer Ortsteil Biesdorf im Osten Berlins. Ab voraussichtlich September wird sie mit ihrer Inbetriebnahme eine Kapazität von 120 Plätzen haben und eine qualifizierte Kinderbetreuung für junge Familien aus der Umgebung anbieten. Neben dem Kitaausbau möchten wir unser Schulangebot, bestehend aus derzeit vier Schulen, durch neue Gebäude auf dem Gelände der Mosaik Grundschule in Treptow-Köpenick sowie durch Neubauten auf dem Campus Wilhelmstadtschulen bereichern. Zur Finanzierung dieser Bauvorhaben bemühen wir uns derzeit um öffentliche und private Unterstützung. Damit möchten wir als gemeinnütziger Kita- und Schulträger die Bildung in unserer Hauptstadtregion weiter stärken.
„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei“, sagte einst der britische Schriftsteller George Orwell. Und tatsächlich hat man manchmal das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Bei uns ist es nicht anders. So sind mittlerweile knapp 20 Jahre vergangen, seitdem wir die erste pädagogische Einrichtung auf dem Campus Wilhelmstadtschulen in Betrieb genommen haben. Damit wurde nach einem Jahrzehnt Leerstand neues Leben in das historische Kasernengelände eingehaucht. Zuvor nutzten britische Streitkräfte, aber auch die nationalsozialistische Wehrmacht und sogar das kaiserliche Heer das Gelände. Unser IBEB-Magazin Nr. 3 gibt Ihnen einen Einblick in die über 150-jährige Geschichte des alten Kasernengeländes, welches heute als Hauptstandort die Heimat für fünf Einrichtungen der IBEB – Initiative für Bildung und Erziehung geworden ist.
Herzlichst
Ihr Muzaffer Toy
Geschäftsführer IBEB gGmbH